Announcement

So, nun haben wir uns einen runtergelabert. Das war spassig und wird auch weiterhin der Fall sein. Immer Sonntags (wenn wirs denn nicht versiffen). Dann könnt ihr den Trash aufsaugen und seid für die nächste Woche gewappnet. Ihr könnt euch übrigens auch Themen wünschen, über welche getextet werden soll (Wenn eine gute Idee vorhanden ist wird sie musikalisch ausgearbeitet, wenn nicht, kommt sie in den Blog). Schreibt dazu eine Mail (booking@groovedoc.ch). So, und nun die Bekanntgabe: Wir geben am nächsten Sonntag bekannt, was wir bekannt geben wollen 🙂

Nicht einheitliche Einheit 2

Interstellar- zwischen den Sternen der musikalisch klar strukturierten Einfältigkeit bewegt sich der bunte Haufen nach dem Vorsatz der Lust zwischen den Genres. Das Unberechenbare war noch nie angenehm und Dinge, welche nicht sofort verstanden werden sind mühsam und anstrengend. Na ja, das ist diesen Jungs egal. Denn wenn sie nicht Funk spielen wollen, spielen sie Pop, oder eben genau aus diesem Grund Funk, oder Jazz – Jazz mögen sie auch. Manchmal auch Latin, aber am Liebsten eigentlich Ruhe. Oder Musik. Am Liebsten mögen sie es, Musik zu machen. Am allerliebsten Musik, auf die sie selbst noch gar nicht gekommen sind. Oder dann eben Geschichten, so verpackt, dass du drei Tage nach dem Konzert verstehst, um was es bei diesem einen Lied eigentlich ging.

Nicht einheitliche Einheit 1

Es gibt sie noch, diese Bands, die sich nicht sagen lassen, was sie zu tun oder lassen haben. Viele sind es leider nicht mehr. Viel zu sehr ist der musikalische Erfolg im Vordergrund, und dieser generiert sich durch das anpassen seiner selbst an die Wünsche der Anderen. So enden Punk- Bands als Pop-Schmusegruppen, Rock- Bands als Pop-Schmusegruppen und wer das nicht will, macht Schlager. Weil es sich verkauft, nicht weil es gut ist. Es geht um Geld. Die moderne Prostitution der Musik. Wer zum Teufel diese Einheiten generiert, wes nur er selbst. Die 5- köpfige Schmusetruppe stellt sich seit Jahren gegen diesen Main-stream. Mit Erfolg: Weniger Leute an den Konzerten, aber Leute, die nicht das wollen, was die Anderen schon längst zu haben glauben. Nicht weil es sich verkauft, sondern weil es von Herzen kommt. Lass dir nicht sagen, was gut ist, finde es heraus.

Das erste geheime Treffen Part. 2

… Nachdem die Spielzeuge wieder versorgt, die Koffer geschlossen und die Türe ins Schloss gefallen war, machte sich die illustre Gruppe der groovenden 5 in Richtung kleine Schanze auf. Bei Sonnenschein, Eiskaffee und Bier (ob mit oder ohne Alkohol sei jetzt mal dahin gestellt) meinte der Hornist dann, er wäre dabei. Dabei, etwas zu starten und dabei, neue Melodien zu spielen. Natürlich wurden auch nebensächliche Dinge besprochen (Wie viel kosten 20 gramm Tabak in China, wird in China Musik gemacht, und gibt es dieses China überhaupt). Wesentliche Dinge (Wieviel würde es kosten, in China Musik aufnehmen zu gehen, wie würde das denn in China gehen, gilt in China auch Rechtsverkehr) wurden besprochen, sind jedoch streng vertraulich. Und auf einmal hat sich die Gruppe getrennt und jeder ging bis zum nächsten Treffen wieder seinen eigenen weg (fast).

Das erste geheime Treffen Part. 1

Am 09.04.2017 morgens schon um 11.00 Uhr traf sich eine illustre Gruppe von 5 Personen hinter verschlossenen Türen in der nähe des Hauptbahnhofs Bern. Die Augen der Einen waren noch klein, die Kater der Anderen gross, dritte hatten Hunger und 4 hatten verschlafen. Gesprochen wurde nicht viel zu früher Stunde. Vielmehr wurden Kabel versenkt, Pauken und Toms repariert, Gitarren geflickt und ein altes Horn fand in seinem Spieler den Meister. Ja, es wird wieder gespielt im Groove Doc Land, etwas zwischen Funk und Rock, zwischen Jazz und Folklore. Zu Beginn nichts konkretes, es geht um Spiel und Spass, um erste versteckte Küsse zweier Verliebten. Nach dem Spiel mahnten die Ausdrücke der Gruppe wie nach dem Sex mit derselben. So soll es sein. Und es geht noch weiter…

Die Krux mit dem Rest der Schweiz

Das Aaretal und die Situation der Band lassen sich vielleicht mit jener des Frodo Beutlin vergleichen. Dieser wollte das Auenland eigentlich nie verlassen. Warum auch? Und wie der Herr Beutlin dachten auch wir lange, wir hätten hier ja alles (was ja auch stimmt, zu einem gewissen Teil). Nun, der Herr Beutlin konnte irgendwann auf dem Pferd des Zaubermeisters mitreiten. Auch wir hatten immer mal wieder die Gelegenheit, eine Stallkutsche zu erhalten und mit dieser die gewohnte Umgebung zu verlassen. Gefallen hat es uns an verschiedenen Orten, richtig heimisch wurden wir bis jetzt ausserhalb unseres Auenlandes nur in Solothurn. Warum das so ist, wissen wir nicht. Ist es die Verbundenheit zur Aare, die Anstrengung weiter zu gehen oder die Genügsamkeit?

Gewürfelt, gezogen, und wie unser Bassist dazustiess

Groove Doc Deluxe 112 hiessen wir einst stolz (schon damals mit mehr musikalischem als namensgeberischem Talent). Anno 2009, zusammengewürfelt zum Münsinger Vorzeige-Zusammenspiel-Projekt, schrieben diese jungen Musikanten erste hits-to-be wie “Wäutebummler” und “Brunos Holzfäller-Swing”.

Ohne die Fesseln der übergeordneten Institution konnten manche Menschen weiterziehen, andere wurden dazugezogen. Ein stolzer Gitarrist (“Ich würde nie Bass spielen, da haste ja nur 4 Saiten und spielst nur einen Ton auf’s Mal, das ist was für Trottel…”) wurde zu seinem Glück genötigt (“Unsere Bassistin ist weg, nächsten Montag um 7 ist Probe, schau zu, dass du einen Bass hast!”).

Die darauffolgende produktive Phase mit “Stolen Wire”, “Musig Dri” und “Sunday Evening” war so euphorisierend, dass der Ruf nach Konservierung laut wurde. Nachdem ihnen am ersten Wochenende im Studio klargemacht worden war, dass ein Album normalerweise mehr als 5 Stücke beinhaltet, liessen sie die fehlenden auch noch entstehen.